
Ein Drehtag, ein Schauspieler, ein kurzer Werbefilm. Warum stehen dafür mehrere Tausend Euro im Angebot, obwohl die Person nur einen Tag vor der Kamera steht?
Bei einer Werbekampagne kommen zwei Leistungen zusammen: die Arbeit am Set und die anschließende Nutzung der Aufnahmen. Wer diese Unterscheidung kennt, versteht einen wichtigen Teil der Kosten professioneller Werbung.
Bei OHA FILM kalkulieren wir für einen professionellen Darsteller beispielsweise mit rund 2.000 Euro Gage pro Drehtag netto. Die tatsächliche Gage hängt von der Person, ihrer Erfahrung, Bekanntheit und den Anforderungen der Rolle ab. Die 2.000 Euro sind eine Orientierung aus unserer Kalkulation, kein allgemeingültiger Branchentarif.
Für diese Gage bekommst du schauspielerisches Können: Eine Person muss eine Situation glaubwürdig vermitteln, Regieanweisungen umsetzen und ihre Leistung über mehrere Einstellungen hinweg wiederholen können. Gerade in kurzen Werbespots muss eine Geschichte manchmal mit einem einzigen Blick funktionieren.
Wie du die entstandenen Aufnahmen anschließend für deine Marke einsetzen darfst, wird zusätzlich vereinbart. Hier kommt das Buyout ins Spiel.
Als Buyout bezeichnet man in diesem Zusammenhang die Vergütung für die vereinbarten Nutzungsrechte. Es regelt, in welchem Umfang die Aufnahmen mit einem Darsteller veröffentlicht und werblich eingesetzt werden dürfen.
Ein Buyout bedeutet deshalb nicht automatisch „alles, überall und für immer“. Dass Nutzungsrechte nach Zeitraum, Gebiet und Medien vereinbart werden, zeigen auch die Buchungsbedingungen der Schauspielagentur Actors Company.
Nehmen wir an, wir produzieren eine Kampagne mit einem professionellen Schauspieler. Er steht einen Tag am Set. Anschließend sollen die vereinbarten Werbemittel ein Jahr lang deutschlandweit in den festgelegten Medien ausgespielt werden.
Für dieses Beispiel rechnen wir mit einem Buyout von 200 bis 300 Prozent der Tagesgage:
Mögliche zusätzliche Kosten wie Agenturprovision, Reise und Unterkunft sind in diesem Beispiel nicht enthalten. Auch Crew, Technik, Locations, Postproduktion und Werbeplatzierung werden für die Kampagne gesondert kalkuliert.
Das Buyout kommt zusätzlich zur Drehtagesgage hinzu. Die 6.000 Euro bei 300 Prozent sind allein die Vergütung für die vereinbarte Nutzung.
Die angesetzten 200 bis 300 Prozent dienen als Kalkulationsbeispiel. Aus „ein Jahr deutschlandweit“ allein lässt sich noch kein verbindlicher Preis ableiten. Dafür müssen insbesondere die Medien und der genaue Nutzungsumfang feststehen. Bei bekannten Gesichtern oder umfangreicher Exklusivität können die Kosten höher ausfallen.
Stell dir vor, ein Schauspieler wird das Gesicht einer Sportbekleidungsmarke. Seine Bilder erscheinen in Anzeigen, seine Performance trägt die Werbefilme, und Menschen verbinden sein Gesicht zunehmend mit dieser Marke.
Diese Verbindung hat einen wirtschaftlichen Wert für den Auftraggeber. Sie kann zugleich beeinflussen, welche weiteren Werbeaufträge für den Darsteller infrage kommen. Ein konkurrierender Sportartikelhersteller sucht möglicherweise bewusst ein Gesicht, das noch nicht mit einer anderen Marke verbunden ist.
Die öffentliche Verbindung mit einer Marke und eine vertraglich vereinbarte Exklusivität sind zwei unterschiedliche Dinge. Exklusivität kann beispielsweise festlegen, dass der Darsteller für einen bestimmten Zeitraum keine Werbung für direkte Wettbewerber machen darf. Sie entsteht nicht automatisch durch jedes Buyout, sondern muss ausdrücklich vereinbart und bei der Vergütung berücksichtigt werden. Diese Unterscheidung erläutert auch SHOWCAST bei Nutzungsrechten und Exklusivität.
Die öffentliche Wahrnehmung kann über das Kampagnenende hinaus bestehen bleiben. Wie lange, hängt von der Sichtbarkeit und Wiedererkennbarkeit der Werbung ab. Eine feste Frist, nach der ein Gesicht wieder „neutral“ ist, gibt es nicht.
Das Buyout vergütet die kommerzielle Nutzung der Darstellung. Die Verbindung mit der Marke und mögliche Einschränkungen weiterer Aufträge erklären zusätzlich, warum Umfang und Exklusivität bei der Preisverhandlung eine Rolle spielen.


Darsteller und Buyouts können einen erheblichen Teil des Budgets ausmachen. Hinzu kommen die Leistungen, die den Film ermöglichen: Konzeption, Strategie, Produktionsplanung, Crew, Locations, Ausstattung, Technik, Schnitt, Farbkorrektur, Ton und die verschiedenen Fassungen für die geplanten Kanäle. Je nach Konzept kommen KI-Generierung, KI-Tokens, 3D, VFX, Compositing und weitere Effekte hinzu. Auch Vorbereitung, Equipmentpacken, Nachbereitung, Anreise, Unterkunft und Verpflegung gehören in die Kalkulation.
Das Media-Budget bezahlt die Platzierung der Werbung. Das Darsteller-Buyout bezahlt die vereinbarte Nutzung der Aufnahmen mit dieser Person. Die Kampagnenbetreuung ist eine weitere Leistung. Diese Positionen werden getrennt geplant und ausgewiesen.
Die Länge eines fertigen Films sagt deshalb wenig über seinen Preis aus. Auch ein 15-Sekunden-Spot kann mehrere Darsteller, aufwendige Dreharbeiten und umfangreiche Nutzungsrechte benötigen. Konkrete Produktionsbeispiele findest du auf unserer Seite zu Imagefilm-Kosten.
Wir stellen unser Team passend zum Projekt zusammen. In unserem Netzwerk arbeiten eine Regisseurin mit mehreren Spielfilmen und vielfach ausgezeichneten Arbeiten sowie Lichtassistenten und Beleuchter mit Erfahrung bei Produktionen für Apple und Disney. Das sind Referenzen einzelner Teammitglieder. Für unsere Zusammenarbeit zählen Können und Verlässlichkeit. Beides vergüten wir angemessen: Das kalkulierte Budget für qualifizierte Arbeit kommt unserem Team zugute.
Kleine, klar begrenzte Produktionen starten bei OHA meist ab etwa 5.000 € netto. Unter 2.000 € ist eine vollständige Produktion inklusive Postproduktion in der Regel schwierig. Für Imagefilme sind etwa 8.000–40.000 € eine erste Orientierung. Ab etwa 40.000 € entsteht mehr Spielraum für eigene Regie, entwickelte Storylines und aufwendige Inszenierung mit Schauspielern. Der tatsächliche Rahmen hängt von Umfang, Besetzung und Rechten ab.
Ein anonymisiertes Beispiel für einen großen Industrie-Imagefilm liegt bei rund 74.000 € netto: gerundet 49.000 € für Konzeption, Produktion und Postproduktion plus rund 25.000 € ergänztes Darstellerbudget inklusive Unterkünften. Media und Kampagnenbetreuung werden separat geplant.
Im ersten Gespräch klären wir dein Ziel, den möglichen Gesamtumfang und den Budgetrahmen. Wir beraten dich, wie groß die Produktion sinnvollerweise angesetzt werden sollte. Wenn die Richtung steht, beginnt die beauftragte Konzeption.
Du bekommst bei uns eine vollständig ausgearbeitete Grundlage für die Produktion: Strategie, Konzeptvorschläge und die gemeinsame Ausarbeitung der gewählten Idee. Je nach vereinbartem Umfang recherchieren wir Locations, führen Scoutings durch, stellen die Crew zusammen und fragen Dienstleister, Darstellergagen, Buyouts, Equipment und Unterkünfte an. Wir planen Drehtermine und Abläufe und erstellen die Drehpläne.
Während der Konzeption holen wir Preise und Verfügbarkeiten ein. Verbindliche Buchungen erfolgen erst nach deiner Freigabe der Umsetzung. Am Ende stehen das abgestimmte Konzept, die Produktionsplanung und das genaue Angebot für den vereinbarten Umfang. Du weißt, was gedreht wird, wie es umgesetzt wird und was es kostet.
Unser Basissatz beträgt 120 Euro netto pro Stunde. Meist arbeiten wir mit einem Pauschalpreis für klar definierte Leistungen – beispielsweise drei Konzeptvorschläge, von denen wir einen detailliert ausarbeiten. Zur Orientierung: etwa 500 Euro netto für die Konzeption sehr kleiner Produktionen, etwa 1.200–2.500 Euro für mittlere Produktionen. Große Kampagnen werden individuell nach Aufwand kalkuliert.
Unser Ziel ist, dass du nach der Konzeption nur noch „Let's go“ sagen musst. Der Produktionsstart kann dann häufig innerhalb von ein bis zwei Wochen erfolgen, abhängig von abgestimmten Terminen und Verfügbarkeiten. Schnitt, Abnahme und Fertigstellung folgen anschließend.
Wir klären schon vor dem Casting, wo, wie und wie lange deine Kampagne laufen soll. Eine klar begrenzte Nutzung lässt sich gezielter kalkulieren als eine vorsorgliche Anfrage für sämtliche Medien und Länder.
Soll die Kampagne später verlängert oder erweitert werden, können zusätzliche Rechte vereinbart werden. Diese Erweiterung wird vor der zusätzlichen Nutzung geklärt; ein entsprechendes Verfahren sehen auch die Bedingungen der Actors Company vor.
Bei OHA FILM gehört die Klärung von Gagen, Verfügbarkeiten und Nutzungsrechten zur Konzeption und Produktionsplanung. So weißt du vor dem Dreh, welches Gesicht deine Kampagne trägt, wie du die Aufnahmen einsetzen kannst und welches Budget dafür erforderlich ist.
In unserer Beispielkalkulation werden Drehtagesgage und Buyout getrennt ausgewiesen. Die Tagesgage vergütet die Arbeit am Set, das Buyout die vereinbarte Nutzung. Entscheidend ist, was für deine Besetzung ausdrücklich angeboten und vereinbart wird.
300 Prozent von 2.000 Euro sind 6.000 Euro Buyout. Zusammen mit 2.000 Euro Gage ergeben sich 8.000 Euro netto für einen Drehtag und die vereinbarte Nutzung. Mögliche weitere Kosten sind nicht enthalten.
Wenn die vereinbarte Nutzung auf ein Jahr begrenzt ist, muss eine Fortsetzung vorab geklärt und gegebenenfalls zusätzlich vergütet werden. Auch der weitere Verbleib auf Website oder Social-Media-Kanälen sollte in der Vereinbarung ausdrücklich geregelt sein.
Nein. Eine Verpflichtung, nicht für Wettbewerber zu werben, wird ausdrücklich vereinbart und bei der Vergütung berücksichtigt.
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Alle genannten Preise und Rechenbeispiele netto. Redaktionelle Einordnung von OHA FILM · Stand: 18. Oktober 2026.