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Was kostet ein Imagefilm?

ZWEI ECHTE PROJEKTE ❯ AUFGESCHLÜSSELT

Preise und Kalkulation

Die meisten Agenturen antworten auf diese Frage mit „Das kommt darauf an“ und lassen dich damit stehen. Wir zeigen dir stattdessen zwei abgeschlossene Projekte — aufgeschlüsselt nach Kostengruppen.

Ein durchkonzipierter Imagefilm liegt bei uns zwischen 14.000 und 54.000 Euro netto — je nachdem, ob er informieren, Aufmerksamkeit gewinnen oder echte Wirkung erzielen soll. Nach oben ist die Grenze offen. Warum das so ist und wohin das Geld genau fließt, steht auf dieser Seite. Alle Beträge stammen aus echten, anonymisierten Angeboten. Die beiden Beispielprojekte wurden 2025 kalkuliert — auf heutigem Preisstand lägen sie rund ein Fünftel höher.

26.000 €

Imagefilm mit vier Drehtagen an mehreren Standorten — Beispiel 1 auf dieser Seite.

35.000 €

Werbekampagne mit drei Drehtagen — daraus entstehen rund 20 einsetzbare Assets.

25–40 %

des Budgets fließen nicht in den Dreh, sondern in Konzept, Planung und Postproduktion — in Beispiel 1 rund 40 Prozent, in Beispiel 2 knapp ein Viertel.

Beispiel 1: Imagefilm für einen Träger mit über 400 Einrichtungen

Aufgabe: Ein Film, der eine große Verwaltungsorganisation verständlich macht — vom Büro bis in die Einrichtungen vor Ort. Gedreht wurde an vier Tagen in wechselnden Teamgrößen: zwei Tage mit Dreierteam in den Einrichtungen, ein Tag mit Viererteam in der Zentrale, ein halber Tag zu zweit und ein halber Tag allein.

Gesamtprojekt rund 26.000 Euro. Auf die reine Drehleistung entfielen davon 15.505 Euro netto. So verteilen sie sich:

Produktionsteam

7.370 €

Regie und Kamera an vier Tagen, Ton- und Lichtassistenz an zwei Tagen, Kameraassistenz an drei Tagen, Versorgung des Teams. Der größte Einzelblock — Film ist Handarbeit.

Technik und Equipment

6.005 €

Kamerapaket mit Optiken und Monitoring, Drohne an drei Tagen, Licht, zwei Tonstrecken, Gimbal und Slider, dazu Versicherung und Transport. Technik, die man sieht — und Technik, die nur auffällt, wenn sie fehlt.

Postproduktion

2.040 €

Drei Tage Schnitt und Effekte, ein halber Tag Farb- und Tonfinalisierung. Bei diesem Projekt mit KI-Sprecher — ein realer Sprecher wäre separat dazugekommen.

Anfahrt

90 €

200 Kilometer. Regionale Produktionen sind spürbar günstiger als solche mit Übernachtung — siehe Beispiel 2.

Die Differenz zum Gesamtbudget steckt in dem, was vor und nach dem Dreh passiert: Brainstorming und Grobkonzepte, ein Kickoff mit dem Kunden, das Feinkonzept, ein Storyboard über 17 Seiten, ein Drehplan mit über 20 durchgeplanten Szenen inklusive Sprechtexten und Requisiten — und am Ende die Feedbackschleifen bis zur Freigabe.

Genau dieser Teil wird bei günstigen Angeboten weggelassen. Er ist der Grund, warum am Drehtag niemand überlegen muss, was jetzt eigentlich gedreht wird.

Beispiel 2: Werbekampagne für einen Industrieprodukthersteller

Aufgabe: eine Produktreihe einführen — mit Material für Amazon, Website und Werbeanzeigen. Drei Filme, gedreht an drei Tagen: ein Studiotag für die technischen Produktaufnahmen und zwei Tage in den Bergen für den emotionalen Hauptfilm mit zwei Darstellern.

Gesamtprojekt rund 35.000 Euro. Die beiden Drehangebote lagen bei 6.750 und 19.665 Euro netto.

Studiotag · Produktaufnahmen

6.750 €

Ein Drehtag, ein Kameramann plus Assistenz, ein halber Tag Technikvorbereitung, Licht und Grip. Der größere Teil liegt hier in der Postproduktion: 25 Stunden Schnitt und Effekte plus KI-Generierung für die Zielgruppensituationen.

Zwei Drehtage · Hauptfilm

19.665 €

7.600 € Produktionsteam mit Regie, zwei Assistenzen sowie Maske und Kleidung. 3.000 € Darsteller. 2.440 € Reise, Übernachtung und Verpflegung für sechs Personen. 1.835 € Equipment inklusive Action- und 360-Grad-Kameras und Generator. 4.790 € Postproduktion mit 30 Stunden Schnitt und Musiklizenzen.

Entscheidend ist, was am Ende herauskommt: aus drei Drehtagen entstehen rund 20 einsetzbare Assets — acht Produktclips, fünf zielgruppenspezifische Anwendungsfilme, ein 90-Sekunden-Hauptfilm und eine 30-Sekunden-Kurzfassung, dazu die jeweiligen Gesamtclips. Pro Asset gerechnet liegt dieses Projekt bei unter 1.800 Euro.

Das ist der wichtigste Hebel überhaupt: Ein Drehtag kostet annähernd gleich viel, egal ob du einen Film oder zwölf Schnittfassungen daraus mitnimmst. Wer modular plant, senkt den Preis pro Asset drastisch — ohne beim Dreh zu sparen.

Was den Preis wirklich bestimmt

Drehtage und Teamgröße

Der größte Posten. Ein Zweierteam an einem Tag kostet einen Bruchteil einer fünftägigen Produktion mit voller Crew. Wir passen die Teamgröße pro Tag an — in Beispiel 1 waren es je nach Motiv zwischen einer und vier Personen.

Technik

Standardsetup oder Spezialaufbau. Drohne, High-Speed, Motion Control oder Eigenkonstruktionen bewegen den Preis spürbar. Licht ist der Posten, an dem am häufigsten gespart wird — und den man im fertigen Film am deutlichsten sieht.

Postproduktion

Ein sauberer Schnitt ist etwas anderes als aufwendige Animation, 3D-Integration oder Compositing. In Beispiel 2 lag die Post bei knapp der Hälfte der Studiokosten — weil dort der eigentliche Wert entsteht.

Darsteller und Maske

Sobald Menschen vor der Kamera stehen, die nicht aus deinem Haus kommen, kommen Gagen, Maske, Kleidung und Nutzungsrechte dazu. In Beispiel 2 waren das 4.800 Euro von 19.665 — rund ein Viertel des Drehtagesbudgets.

Reise und Motive

200 Kilometer kosten 90 Euro. Zwei Tage in den Bergen mit sechs Personen und einer Übernachtung kosten 2.440 Euro. Der Ort ist keine Nebensache in der Kalkulation.

Rechte und Lizenzen

Musik, Archivmaterial, Darstellerrechte. Zeitlich und räumlich unbegrenzte Nutzung kostet mehr als eine Kampagne über zwölf Monate in Deutschland. Wir klären das vorab und dokumentieren es — nicht, wenn die Kampagne schon läuft.

Der Posten, der jede Kalkulation sprengen kann: das Buyout

Ein einzelner Hauptdarsteller kann für eine einjährige, bundesweite Kampagne mit Plakat und Media inklusive Buyout zwischen 25.000 und 200.000 Euro kosten — mehr als die gesamte Produktion.

Das überrascht viele Auftraggeber, weil sie an einen Tagessatz denken. Ein Buyout ist aber keine Gage, sondern die Vergütung für die Nutzungsrechte — und die wird zusätzlich zur Drehgage fällig.

Warum das rechtlich so ist

Nach der Zweckübertragungslehre des deutschen Urheberrechts (§ 31 Abs. 5 UrhG) gehen im Zweifel nur die Rechte über, die für den vereinbarten Zweck tatsächlich erforderlich sind. Wer den Film später breiter nutzen will als vereinbart, braucht dafür eine eigene Vereinbarung. Hinzu kommt der Anspruch auf angemessene Vergütung nach §§ 32 und 32a UrhG: Wird eine Produktion außergewöhnlich erfolgreich und war die ursprüngliche Vergütung unangemessen niedrig, besteht ein Nachvergütungsanspruch.

Ein pauschales „Total Buyout“ ist deshalb kein Rabatt, sondern eine Risikoübernahme — und wird entsprechend bepreist.

Wie sich der Betrag zusammensetzt

Drei Größen multiplizieren sich: Gebiet, Laufzeit und Zahl der Mediengattungen. Branchenübliche Richtwerte bemessen das Buyout als Prozentsatz der Basisgage — für ein Jahr in einem Medium liegt es bei etwa 100 Prozent für Deutschland, rund 300 Prozent für die DACH-Region, etwa 500 Prozent für Europa und rund 700 Prozent weltweit.

ca. 100 %

der Basisgage als Buyout — Deutschland, ein Jahr, ein Medium.

ca. 300 %

bei Ausweitung auf die DACH-Region, sonst gleiche Bedingungen.

ca. 700 %

bei weltweiter Nutzung — aus 5.000 Euro Gage werden so 40.000 Euro Gesamtkosten.

Jede weitere Mediengattung kommt oben drauf. Plakat und Out-of-Home sind dabei ein eigener Kanal, der gesondert lizenziert werden muss: Ein Buyout für Online und TV deckt Plakatwerbung ausdrücklich nicht ab. Genau hier entsteht der Sprung von fünfstellig auf sechsstellig — denn bei Außenwerbung zählt zusätzlich, wie stark die gebuchten Flächen belegt sind. Je höher die Kontaktzahl, desto höher die Vergütung, die eine Agentur für ihren Darsteller aufruft.

Zur Einordnung: In einem veröffentlichten Rechenbeispiel erhält eine Darstellerin mit 2.000 Euro Drehgage für die einjährige TV- und Online-Nutzung in Deutschland ein zusätzliches Buyout von 150 Prozent, also 3.000 Euro. Bei bekannten Gesichtern, längeren Laufzeiten und voller Mediabelegung verschiebt sich diese Rechnung um eine Größenordnung — die Spanne von 25.000 bis 200.000 Euro ist unser Erfahrungswert aus Kampagnenkalkulationen, keine Zahl aus einer öffentlichen Quelle.

Was das für deine Planung heißt

Leg Gebiet, Laufzeit und Mediengattungen fest, bevor du castest — nicht danach. Eine nachträgliche Erweiterung ist der teuerste Weg, weil deine Verhandlungsposition dann bei null liegt: Das Material ist gedreht, die Kampagne steht, der Darsteller ist unersetzbar.

Beide Beispielprojekte auf dieser Seite kommen ohne großes Buyout aus. In Beispiel 1 sprechen Mitarbeitende des Auftraggebers selbst, in Beispiel 2 wurden zwei Darsteller mit klar umrissener Nutzung gebucht. Wenn du ein bekanntes Gesicht brauchst, plane das Buyout als eigenen Budgetposten — nicht als Nebenkosten der Produktion.

Quellen zu diesem Abschnitt:

Lighting and Thunder: Buy-Out in der Werbefilmproduktion

Wikipedia: Buy-out (Medienindustrie) — rechtliche Grundlagen

FAMEONME: Buyout — Definition und Nutzungsumfang

Was du für welches Budget bekommst

unter 5.000 €

Ein Drehtag mit kleinem Team, wenig Vorbereitung, einfache Post. Dafür bist du bei einem guten Freelancer richtig aufgehoben — wir sagen dir das lieber im ersten Gespräch als im dritten.

14.000–40.000 €

Der Bereich, in dem beide Beispiele auf dieser Seite liegen: durchkonzipierter Imagefilm oder Kampagne, zwei bis vier Drehtage, Storyboard, mehrere Schnittfassungen, alle Rechte.

ab 54.000 €

Produktlaunch oder Repositionierung mit 360-Grad-Abdeckung: mehrere Motive, größere Crew, Spezialtechnik, Kampagnenschaltung über alle Kanäle.

Woran du ein unrealistisches Angebot erkennst

Wenn ein Angebot deutlich unter dem liegt, was du sonst hörst, fehlt fast immer eines von diesen drei Dingen — und du merkst es erst, wenn es zu spät ist.

Erstens die Vorproduktion: kein Storyboard, kein Drehplan. Am Drehtag wird dann improvisiert, und aus einem Tag werden zwei. Zweitens die Assistenz: Ein Ein-Mann-Dreh mit Licht und Ton ist möglich, aber er kostet Zeit und Qualität. Drittens die Rechte: Musik ohne Lizenz und Darsteller ohne schriftliche Freigabe werden zum Problem, sobald der Film wirklich läuft.

Frag deshalb nicht nach dem Gesamtpreis, sondern nach der Aufschlüsselung. Ein seriöses Angebot hält das aus.

Häufige Fragen zu Imagefilm-Kosten in Augsburg & Bayern

Was kostet ein Imagefilm bei OHA FILM?

Ein durchkonzipierter Imagefilm liegt zwischen 14.000 und 54.000 Euro netto — abhängig davon, was er leisten soll. Das Beispielprojekt auf dieser Seite lag bei rund 26.000 Euro für vier Drehtage an mehreren Standorten, inklusive Konzept, Storyboard, Drehplanung und Postproduktion. Es wurde 2025 kalkuliert; heute läge es rund ein Fünftel höher. Eine Größenordnung für dein eigenes Vorhaben bekommst du in unserem Produktionskosten-Rechner.

Was kostet ein einzelner Drehtag?

Das kommt auf Team und Technik an. Der Studiodrehtag aus Beispiel 2 lag mit Kameramann, Assistenz, Technikvorbereitung, Licht und anschließender Postproduktion bei 6.750 Euro netto — das ist die Obergrenze dieses Beispiels, nicht ein Einstiegspreis. Ein reines Drehteam ohne Konzeption buchst du ab rund 4.000 Euro netto für einen Tag samt Postproduktion. Ein Drehtag ganz ohne Post ist günstiger — nur nützt dir unbearbeitetes Material wenig.

Wie viel vom Budget geht in den Dreh?

Das ist von Projekt zu Projekt verschieden. In Beispiel 1 waren es rund 60 Prozent — 15.505 von 26.000 Euro. In Beispiel 2 lag der Anteil bei rund drei Vierteln, weil dort mehr Drehtage, Darsteller und eine Bergreise mit Übernachtung im Spiel waren. Der Rest entfällt jeweils auf Konzeption, Storyboard, Drehplanung, Projektsteuerung und Feedbackschleifen. Wer diesen Teil streicht, spart am falschen Ende.

Warum ist ein Imagefilm teurer als ein einzelnes Video?

Weil ein Imagefilm eine Organisation erklären muss, nicht nur ein Produkt zeigen. Das heißt: mehrere Motive, mehrere Sprechende, abgestimmte Texte, ein durchgängiger roter Faden. Im Beispielprojekt waren dafür über 20 Szenen nötig, jede mit eigenem Text, eigener Location und eigenen Requisiten.

Wie bekomme ich mehr für dasselbe Budget?

Modular drehen. Ein Drehtag kostet annähernd gleich viel, egal wie viele Schnittfassungen daraus entstehen. In Beispiel 2 wurden aus drei Drehtagen rund 20 Assets — das senkt den Preis pro Asset auf unter 1.800 Euro, ohne beim Dreh zu sparen.

Sind die genannten Preise netto oder brutto?

Alle Beträge auf dieser Seite sind Nettobeträge. Dazu kommen 19 Prozent Umsatzsteuer. Das Drehangebot aus Beispiel 1 lag netto bei 15.505 Euro und brutto bei 18.450,95 Euro.

Bekomme ich vorab ein aufgeschlüsseltes Angebot?

Ja. Du bekommst jede Position einzeln: Technik, Team, Postproduktion, Reise, Rechte. So siehst du, woran sich etwas ändern lässt, wenn das Budget nicht passt — statt vor einer einzigen großen Zahl zu stehen.

Sag uns dein Budget — wir sagen dir, was drin ist.

Im Erstgespräch klären wir Ziel, Umfang und Rahmen. Du bekommst ein aufgeschlüsseltes Angebot, kein Pauschalversprechen.

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